schlimme Jungssache

crazyw1
Gerade der Pubertät entkommen, stehen, hocken oder sitzen sechs angetrunkene, junge Männer bei Bichmanns Blutbuche, den Bollerwagen, mit einer Kiste Bier, Baguette und Käse beladen, am Straßenrand geparkt, und unterhalten sich lautstark über Frauen.
Schlitzaugen, Schlupflider, blond, schwarz, blau oder grün, Locken oder glatt, große Brüste, kleine Brüste, Rock, Hose, Brille ja-nein, Stöckelschuhe, Strapse, Korsett, dick, dünn.
Ihre Erfahrungen haben sie sich offensichtlich beim Durchblättern von diversen Hochglanzmagazinen geholt.
Sie diskutieren Piercings, Nippelklemmen und Tatoos.
Der eigentliche Kern ihrer Diskussion ist aber die Frage, wer von diesen Frauen die Beste im Bett sei, sein könnte.
„Loch ist Loch“, brüllen sie am Ende unisono.
Ja, das ist wahr. Und kein Loch ist zu klein , in dass man euch nicht, mit dem Kopf zuerst, eingraben sollte.
Was habt ihr bitte im einundzwanzigsten Jahrhundert zu suchen?

Kuckuck

kein Held
kein Held

Auch wenn ich mettiwetti und den angereisten Eidgenossen Unrecht getan habe, da ich schon kurz vor der Pause gegangen bin, so ließ es sich nicht ändern, da mein psychisches Schwipp-schwapp überzulaufen drohte.
Aber from the beginning.
Schon beim ersten Gang die Stadt herunter feierte Ouzo-Theo sein vierzig jähriges Bestehen in der Stadt. Chapeau und Yamas.
Dann kam mir auf der Höhe Dameris-Köster-Rosier-Hillebrand bei der besetzten Schaukel ein seltsamer Gedanke.
Die Stadt Menden hat die Wippe mit den zwei Stangen aufgestellt, um jungen Mädchen kostenloses Training an der Stange zu ermöglichen.
Eine Etage tiefer, bei dem billigen Backwerk-Bäcker, saßen ungesund und schlecht gepflegt aussehende Menschen mit Zigarette und Kaffee im Pappbecher. Sie musterten die Vorbeigehenden.
„Du meinst aber die ganz Kaputten“, schallte es zu mir herüber, der ich im Vorbeigehen war. Das brachte mich zum Lachen.
Irgendwie dachte ich dann an die Teufelsbrücke, die von Menden-Hafen-Mitte über die Hönne zum Aldi führt.
Bilder von ausrutschenden Menschen flammten in meinem Geist auf mit dem Sub-Text: Das sind aber die ganz Kaputten.
Kombiniert mit meiner vortäglichen Wahlerfahrung, als ich mir die Oberlippe an dem Briefumschlag aufschnitt und Krankenschwestern, die allesamt in schwarzer oder weißer Lack-Leder-Latex-Uniform umherranten, an eine Altenpflegeschülerin erinnerten und mich in meiner Phantasie versorgten,  brachte das mein Schwipp-schwapp ganz gut ins Schaukeln.
Dann setzte ich mich an einen Eiscafetisch, an dem schon die Frau Bauer, der Herr Neuhaus und die Frau Janßen saßen. Die Frau Jansen war frech zu mir, das verstärkte das Schaukeln.
Nachmittags wühlte ich mich, zur Beruhigung, durch den Garten, erlegte Efeu, Giersch und Löwenzahn in der Menge zweier Kubikmeter.
Dann sagte ich zu meiner Tochter: „Ich seh aus, als käme ich gerade von einer SM-Sitzung. Überall Striemen.“
Abends dann, auf dem Weg zum Theater, brannte mein Oberkörper, was mich an Domians Brennesselgeschichte erinnerte.
Es war, als schwebte schon den ganzen Tag eine sehr schräge Vorstellung von Sexualität durch meine Aura.
Das  Theater hatte geflaggt und zusätzlich die Gäste mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund begrüßt.
Schön, dachte ich, dass aus anderen Kommunen Europas auch mal Gäste kommen.
Aber schon beim Betreten des Theaters begann das Schaukeln erneut.
Auf einmal rannte da wieder eine Schwester im weißen Lacklederdress herum, ein Ziegenpeter juchzte im Amateurdialekt, die Frau Janßen wollte Geld von mir, keine Erdnüsse auf den Tischen, dafür schweizer Schokolde, Brot und Käse.
Ständig rief mein Hirn: „Er hat sein Brot in den Käse fallen lassen. Bringt mir die Peitsche. Die Peitsche!“
Ich war in einem Klischee gefangen, und als die MusikerInnen ihr Programm begannen, natürlich in schwytzer-ditsch (wobei mir „ditsch“ gerade eingefallen ist und mir gut klingt) war es um mein Schwipp-schwapp geschehen.
Ich driftete durch Zeit und Dialekt, wollte zwischendurch „Kuckuck“ rufen und die Uhren umdrehen und hatte fünfundvierzig Minuten später das dringende Bedürfnis nach Ruhe und Erholung.
Bei sowas höre ich auf meinen Körper, also ging ich leise.

 

narr

Oppenheimer Krötenbrunnen

crazy

Da ist der Narr doch etwas verwirrt. Interkulturell sozusagen.
Gestern stand ich wieder bei Stavros, rührte genüßlich den Zucker in meinen Espresso und beobachtete, wie er eine Flasche Wein öffnete.
Das ist an sich schon ungewöhnlich, denn Wein ist hier, bei den alten Griechen, nicht das bevorzugte Getränk. Frappee´s, Espresso, Bier, Wasser, Ouzo, Cippolino und Kräuterlikör beherrschen hier das Trinkbild.
Aber ich fühlte mich auch seltsam berührt durch das Aussehen der Flasche Wein. Ohne das Etikett gesehen zu haben, hatte ich das Gefühl zu wissen, was für ein Wein das war.
Stavros öffnete die Flasche und goß sich sich zweifingerbreit in ein Wasserglas. Dunkel, bräunlich, fast likörgleich gluckerte der Rebensaft hinein. Dann kostete er und verzog angewidert und verunsichert das Gesicht.
Ich deutete auf die Flasche, und er gab sie mir.
„Oppenheimer Krötenbrunnen, 1988“, las ich laut vor und lachte.
„Hab ich von Zigeuner. Der kam mit ganze Palette für fünf Euro.“
Als ich noch ein Kind war und meine Eltern die Stufen zur Bürgerlichkeit erklommen, gehörte es zum guten, bürgerlichen Ton dazu, einmal m Jahr den Handelsvertreter von Saar/Mosel/Ruwer mit den neuesten Weinen zu empfangen und kistenweise Krötenbrunnen einzulagen.
So, wie es die Rothschilds taten, oder die Beaujolais.
Was der Handelsvertreter nicht sagte, war, dass die zuckersüße Moselbrause so gar nicht lagerfähig war.
Mein Vater organisierte Tonröhren, stapelte sie im ehemaligen Kohlenlager und befüllte sie Jahr für Jahr.
Bei Familienfesten, wenn Kegelbrüder- und schwestern zu Besuch kamen, an Feiertagen wurden die guten Kristallgläser auf den Tisch gestellt, dann kam der schwere, süße Wein und am nächsten Morgen der schwere, schmerzende Kopf.
Diese Zuckerbombenbürgerlichkeit hielt nicht allzu lange an, der eingelagerte Wein blieb im Keller für die Erben.
Ich wußte, wie der Korken von innen aussah, als Stavros ihn aufbrach. Bräunlich, bröselig, rottig.
„Das ist kein Lagerwein. Davon hab ich mindestens fünf Kisten in den Ausguss geschüttet.“
„Malaka. Schenk ich dir Sekt. Willst du haben Sekt? Ist auch von Zigeuner. Oder hier. Asti. Auch von 1988. Nimm mit.“
Ich brachte es nicht über da Herz, seine Geschenke abzulehnen. Die Liebste meinte: Schmeiß sie weg, ohne dass er was merkt.
Wir wissen beide, wie der Sekt beim Öffnen reagieren wird. Hatten wir auch schon. Die väterlichen Kisten Sekt, im Keller gelagert, zu Sylvester geöffnet, in die Wohnung getragen und um Mitternacht, als der Korken knallen sollte, machte es nur ‚ffft‘. Oder ‚pfhh‘.
Bin ich jetzt zu einem, ähnlich rottigen Gegengeschenk an Ostern verpflichtet?

narr

Laubbläser

„Der Krieg von heute sind die Ökokatastrophen von Morgen“, wird morgen auf 3sat Thema sein.
In Menden wird immer noch Krieg gegen Laub geführt.
Heute morgen war ich das Opfer, als ein Soldat mit Laubbläser gegenüber des Schlafzimmerfensters sein laubblutiges Handwerk verrichtete.
Fast sofort sprang mein Aggressionspegel von Null auf Weißglut in drei Sekunden.
Es ist das auf- und abschwellende Röhren des stinkenden Benziners, das in einem Umkreis von hundert Metern die Menschen akustisch verletzt.
Da Laubbläserbedienende selten bei ihrem zerstörerischen Werk nachdenken, ist ihre Schrittfolge vor und zurück, dann drehen sie sich im Kreis, gehen seitwärts rechts und links, bewegen sich aber hauptsächlich in einem kleinen Radius vorwärts, damit das Brüllen des Stinkers möglichst lange die umliegende Menschheit zur Verzweiflung bringt.

Was gibt es für eine Begründung für diese akustische Katastrophe?

Jeder Straßenfeger, Gärtner oder Galabauer ist mit einer Harke, einem Rechen nachweislich schneller in der Zusammenführung abgestorbener Blätter.
Aber mit Laubbläsern ist es wie mit anderer Waffentechnologie.

„Wir haben sie, also kommen sie auch zum Einsatz.“

„Jawoll, mein General.“

Es ist das kranke Verhältnis der Menschen zur Natur.
Natur ist schön, solange keine Blätter, keine Wespen fliegen, wenn die Bäume gerade und die Sträucher stets beschnitten und der Garten zu jeder Jahreszeit möglichst gleich aussieht.
Natur darf keinen eigenen Willen haben und schon gar nicht Arbeit verursachen.
Macht Euch die Erde untertan, aber ohne Euch die Hände dreckig zu machen, sagt jeder Gott im Baumarkt.

Es ist der Ersatzfalluss* des armen Mannes.
Wenn ich mir schon kein Schwanzersatzauto leisten kann, dann wenigstens einen Laubbläser.

(* Der Satz mit dem Ersatzphallus wurde nur deswegen geschrieben, weil eine Deutschlehrerin versicherte, die Schreibweise mit „F“ sei völlig in Ordnung.
Das sieht so Kacke aus!)

narr

Italienisch

Ein Sakrileg.
Sonntag morgen elf Uhr. Der narr benötigt Inspiration. Und Koffein zusammen mit Nikotin. Und Menschen, die ihn inspirieren.
Nicht lange überlegen, gegenüber ist Mandrake, das italienische Cafe.

Der Inhaber trägt sein Haupthaar offen über der Schulter, ein Schneidezahn ist seit der letzten Diskussion irgendwo anders als in der oberen Zahnreihe, das dichte Brusthaar schaut wie ein Pelz aus dem T-shirt.
An einem Tisch sitzen durchaus bekannte Gesichter.
Menschen, die täglich in dieser Straße sind, warum auch immer, des Weitern Inhaber von Pizzerien, ihre Fahrer, und ein Koch.
Sie sitzen zusammen an einem Tisch und drehen sich, als ich das Cafe betrete, unisono zu mir um.

“Guten Morgen,” sage ich laut in die Runde. “Guten Morgen. Einen Kaffee bitte.”

Der Inhaber lächelt mich an.
Groß oder klein? Milch, deutet er an, da er kein deutsch spricht.

“Groß, ohne Milch.”

Fettnapf .
Hier wird doch nur Espresso getrunken, sagen die mißbilligenden Blicke der Männerrunde.

“Gute Morg!” schallt es aus der tiefe des Raums. Die Sitzenden erwidern grinsend den Gruß und stehen unisono auf.

“Gute Morg, bon giorno!”

Der Kaffee kommt, und statt Danke sag ich Grazie, um die sizilianischen Gemüter etwas zu beruhigen. Niemand schaut mich an, aber alle Konzentration und Ablehnung ist spürbar auf mich gerichtet.
Der älter Roma betritt den Raum. Ihn grüßen alle mit “Gut Morg,” dann geht die gesamte Männerrunde vor die Tür.
Ich hab ganz offensichtlich am hellichten Tag italienisches Hoheitsgebiet verletzt. Des Nachts drücken sie schon mal ein Auge zu, komme ich auf einen Kaffee vorbei. Aber am Tag?
Italienische Cafés bleiben auf der ganzen Welt Hoheitsgebiet Italiens. (Damit sind keine Eisdielen gemeint.)
Man spricht italienisch.

narr

liebe Alle

Der Mülleimer mußte herein geholt werden.

Haustüre auf, hoppla, da lag halb, saß halb ein Mann im Eingangsbereich, Kinn auf der Brust, zwischen den Beinen ein zehn Euro und ein fünfzig Euro Schein.

„Gehts Ihnen gut?“

„Ja lall, liebe Alle.“

Er bekam die Augen nicht auf, seine Extremitäten zuckten unkontrolliert.
Ein Italiener stand etwas abseits und glotzte interressiert. Dann riß er seinen Arm hoch und zeigte auf die andere Straßenseite.
Und tatsächlich. Der Stadtanzeiger trottete die Straße hoch.

„Ich hab da was Betrunkenes im Eingang liegen. Können sie mir, oder besser, ihm, helfen?“

Der kleine, rotgesichtige Polizeileichtmatrose wackelte im Seemansgang über die Straße, warf einen Blick auf den, mittlerweile Liegenden.

„Den kenn ich. Kein Problem. Hey, Ali. Alles klar?“

„Ja. Lall, liebe Alle.“

„Komm, steh mal auf. Oder geht das nicht.“

Und wie eine Schildkröte, die auf dem Rücken liegt, versuchte Ali aufzustehen, scheiterte immer wieder an der Schwerkraft und dem Gleichgewicht. Dann, endlich, stand er.

„Oh ne, Ali. Setzt dich lieber wieder hin. Sonst schlägst du zu hart auf, wenn du umfällst.“

Und wie vom Blitz getroffen, sackte Ali an der Hauswand zusammen bis er saß.
Mittlerweile stand die gesamte italienische und griechische Nachbarschaft auf der Straße und genoß das Spektakel.

„Grooooaaaaarrrr!!“

Ali brüllte. Es gab nicht wirklich einen ersichtlichen Grund. Der Matrose war freundlich, fast kumpelhaft, Ali saß an der Hauswand und brüllte. Einfach so.

Und dann: „Ja. Lall. Liebe Alle.“

Der Stadtanzeiger rief über Funk den Krankenwagen.
Um die Mülltonnen in den Hof zu ziehen, mussten zwei italienische Großfamilien und vier griechische Männer auseinandergeschoben werden.

 

narr

Abschied

Der Storch hat Beine, doch Waden hat er keine, denkt sich der narr, als er eine Mittvierzigerin mit Beinen so dünn wie des narren Arme sieht.

Ab heute, so rotzt das Staatsorgan der Dummdreistdoofen mit großen Schlagzeilen, sollen die BürgerInnen der BRD den Pharmakonzernen das Geld direkt in den After schieben. Daran erkennt man, was für eine verblödete, ferngelenkte Pharmalobbyistenregierung dieses Land innehat.

In ganz Europa haben die Regierungen die Preise für Medikamente festgelegt und den Pillenfabriken wenigstens den kleinen Finger gezeigt. In der BRD bestimmen die Konzerne. Aber ist ja irgendwie auch passend. “Das Merkel” kommt eben nicht aus der Staatsratspresseorganhaut heraus, “das Merkel” wechselt nur den Arbeitgeber.

Und ob DDR oder Pharmakonzern, wo liegt da der Unterschied. Nicht ohne Grund verkündet das große Vorsitzende, dass die BürgerInnen der ehemaligen DDR jetzt im Durchschnitt sechs Jahre länger leben. Pharma läßt grüßen. (für die, die sich an den vermeintlich falschen Personalpronomen reiben, sei empfohlen, sich im Luegenland über das wahre Wesen, bzw Geschlecht von Politikern kundig zu machen)

Sinderella rennt wie ein toupiertes Huhn mit Tafthelm hin und her, schiebt ihren knallorangenen Kinderwagen in höchst möglichem Tempo über das Pflaster, währen Bienen, Wespen und kleinere Vögel, die gegen ihre Haarpracht prallen, betäubt zu Boden fallen.

Der narr hat Flüssigkeitsverlust. Das mag an den vielen Tränen liegen, die er gestern abend, zusammen mit seinen Jungjungnarren vergossen hat. Das war ein schwerer, schmerzvoller Abschied. Aber es sind tapfere, junge narren. Dank an Euch und toitoitoi für Alles, was ihr Euch vornehmt.

Die schwarze Liste ist beschädigt, kreischt des narren Warnsystem im netbook. Erst vor ein paar Tagen war seine Seite wegen angeblicher schädlicher Inhalte gesperrt worden. Paranoia allen Ortes. Da trifft es sich prächtig, dass die Krasskasse Hemer, die die narrenbank in Menden aufgekauft hat, den narr, bzw. seine Schulden an ein Inkassounternehmen verkauft hat. Wegen eines Betrages von 2000,- Euro.

Da fliegt mir doch das Blech weg, singt Spliff, und der narr weiß jetzt, wie es Beckmann geht, wenn der sagt: und die Tür schlägt zu, und ich steh draußen.

Blick nicht zurück, schau nur nach vorne wenn du neu anfangen willst. Du brichst Brücken ab, Brücken werden von anderen abgebrochen, dann solltest du allerdings schauen, dass du auf der richtigen Seite stehst.

Des narren Körper scheint den Abschluss mit den jungjungnarren noch ernster zu nehmen als des narren Geist. Entweder sind die Augen von nächtlichen Heulorgien im Traum geschwollen, oder aber der Körper reagiert mit dem Abschluss mit Loslassen weiterer Wehwehchen, die der narr im Korsett seiner Verantwortung im Zaum gehalten hatte.

Ab Unterkante Nase bis zu den Haarspitzen schwappt der Kopf in zäher Flüssigkeit mit kleinen, effektiven, schwimmenden Krähenfüßen, die spitzspitzspitz von Innen nach Außen wollen. Vielleicht kommt daher ja der Heißhunger auf Vitamine.

Und dann muss der narr an Bücher aus seiner Jugendzeit denken, Geschichten aus dem ritterlichen Mittelalter, aus Königshäusern, in denen es immer einen Mordechai, einen Seneschall, einen Grima Schlangenzunge, einen faulen Apfel im Obstkorb der Macht gegeben hat. So kommt ihm dieser Sarrazin vor, diesen verstecktenfaschismusversprühenden Bundesbankvorstandsbeamten.

So ein fauler Apfel kann in kürzester Zeit den ganzen Obstkorb verderben.

Stavros ist aus Griechenland zurück. Der narr hat Schwierigkeiten, ihm in die Augen zu schauen, da er sonst der Versuchung erliegen würde, lauthals loszulachen. Seine Frisur erinnert an die toupierte Version eines der drei Stooges, ein Pilzkopf mit gehobenem Volumen. Außerdem trägt er ein schwarzes, mit Pailetten verziertes Langarmshirt, das über seinem Biftetikibauch paranormale Lichtblitze abgibt. Dazu trägt er eine knappe schwarze Jeans und megacoole Schnellfickercowboystiefel. Ein wundervolles Abbild eines gepimpten kretischen Loddels, der jetzt, laut eigener Aussage, in Olivenöl und Wasser machen will.

“Weißt du, ist spezielles Wasser, mußt du trinken nach Essen. Hat viel, 80 % Magnesium heißt das, gut für Rülpsen wenn Bauch voll.”

 

narr