Scheuer Vogel Übersicht

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Endlich ist der Knoten geplatzt.

Die erste Probe, in der es fluppte.

Es ist ein zerbrechlich grober Klotz, mit sehr sensiblen Momenten, mein kleines Bäckereicafe.

Mein schallendes Lachen war endlich da und hat so befreiend gut getan.

Bis die Technik ihren Geist aufgab.

Erst explodiert ein gelbes Alarmlicht, dann verließ uns ein Scheinwerfer, dann ein neuer LED-Fluter, by by Stroboskop, dann lang und ausgiebig ein Softwarecrash.

Freut euch, oh Christenheit spielte der Bäckereifunk.

Dann Berlin, Zürich, Ankara.

Die Vermengung, Verquickung von Fiktion und Realität.

Ist das grade wirklich passiert?

Hab ich mir das ausgedachtß

Spielt das draußen oder drinnen von meinem Kopf ab. Die Übersicht war doch gerade erst zurückgekommen.

Du scheuer Vogel Übersicht.

Jetzt flatterst du panisch umher, als hätte die der Kater dich im Visier. Womit soll ich dich diesmal locken. Die Leckerlies werden rar.

Besonders eklig und gar nicht hilfreich dann die Dummdreistdoofen- Zeitung mit ihrem drecks Angstaufmacher. (den ich hier nicht verlinken werde. Früher, so nannten wir es, tropfte Blut aus ihrem Papier. In den links heute ist noch Testosteron beigemischt. Das verschmiert den Code und kommt mir nicht ins Luegenland.)

Trotzdem, und das läßt mich fast vomittieren, hab ich mit spitzen Fingern, zum ersten Mal im Leben, ein Exemplar gekauft, weil es so gut als Requisite passt.

Wenn das Stück abgespielt ist, bekommt es der scheue Vogel. Da kann er in Ruhe draufkacken.

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Weihnachtsteelichter

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Trübes Wetter mit guten Aussichten, gleich drei Stühle für Filiale 43 3/4 besorgt zu haben.

Kraftraubend, wie schon lang nicht mehr, dat Janze.

Es ist der Versuch, Alltag, Weltgeschehen und Menschenstimmung in komprimierter Form auf die Bühne zu bringen.

Und es soll Spaß machen.

Nichts ist schwieriger als ernsthafter Spaß.

Und weil Weihnachten ist, und auf den Tischen Tannengrün mit Teelichtern stehen, kokel ich aus Versehen auch mein zweites Notizbuch an.

Jetzt stinkt Filiale 43 nach verbrannten Notizen.

„Der Baumpisser hat gerade ganz freundlich hier herein gegrüßt“, wundert sich die Bäckereifachverkäuferin.

Der Baumpisser ist ein neues Phänomen. Ein mittelalter, kleiner Mann, der zwanghaft alle Innenstadtbäume markiert.

Dafür lehnt er ganz dicht mit dem Oberkörper am Baumstamm, drückt den Unterkörper ebenfalls möglichst dicht an die Rinde und bewässert sie.

Es hat eine Fremdbesetzung des Nörglertisches stattgefunden.

„Die haben doch einfach das Reservierungsschild weggestellt.“

Leider gehen die BesetzerInnen, bevor die Rößler-Rentner aufschlagen. Schade.

Ich hätte eins zu eins überprüfen können, ob die Inszenierung der Realität standhält.

In jedem Fall ist mein Nörgler-Trio äußerst spaßig und gemein, während die Originale einfach nur nerven.

Reindeer Rudi bespaßt die Innenstadt, und irgendwie kann ich Weihnachten, wie jedes Jahr, nicht leiden.

narr