Fotostrecke vor Probenbeginn Antigone letzten Mittwoch

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Der Schuttplatz in der Nachbarschaft hat sich schon gut integriert.

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Holzkunst,

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Drahtkunst,

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Drahtkunst, erweitert,

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Objektkunst,

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es bietet sich überall Schönheit an.

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und Bekanntes,

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und fast Vergessenes.

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Menden herbst auf,

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der Sommer wird für dieses Jahr an den Nagel gehängt.

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Laßt uns lieber eine kleine Runde durch den Wald fliegen.

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Doch Obacht! Die Giganten kämpfen so schnell, dass sie unscharf wirken.

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So. Spaziergang beendet, Feuertreppe Scaramouche. Möge die Probe gelingen.

Alltagsabsurditäten

you do like voodoo
you do like voodoo

Was für Koordinationsschwierigkeiten in meinem aktuellen Dasein.
Körper und Geist sind grad gut voneinander entfernt. Das macht blaue Flecken und Schürfwunden.
Gesprochene Wörter verlassen gurgelnd und durcheinander die Kehle. Der eine oder die andere Angesprochene hebt fragend die Augenbraue.
Geld vergessen, Termin vergessen, Rosenkohl vergessen, es gibt kein Mittagessen.
Das angekommene, und vom Handwerker ausgemessene, Fliegengitter für die Balkontür der Liebsten, ist dem Handwerker zehn Zentimeter zu klein.
Ein, und man verzeihe mir die Wortwahl, braungebranntes, rentenaltes Weisshaar – Arschloch, schnauzt zischend, auf sächsisch, seine Frau an: „Setz Disch! Setz Disch bitte sofort wieder hin.“
Sie sitzen vor leergegessenen, aufeinandergestapelten Tellern und leeren Tassen. Ich kam dazu, als die Frau aufstand um zu gehen und sagte: “ Oh, Klasse. Dann kann ich ja gleich da sitzen.“
Das gönnte mir das Arschloch – Weisshaar nicht. Er herrscht lieber seine Frau an um dann, mit ihr zusammen, stumm und mit verkniffenen Lippen vor leeren Tellern zu sitzen.
Manchmal machen es einem die Menschen wirklich schwer, sie zu mögen. Vor allem, wenn sie sächsisch – doof sind.
Meine Koordination gerät gänzlich ausser Kontrolle, als ich ein Parfum rieche, dass ich mit Nantes und den dortigen Markthallen verknüpft habe.
Bin ich wirklich in Menden/Sauerland oder doch vielleicht in Nantes/Frankreich?
Körper hier, Geist da, und die Seele irgendwo dazwischen.
An welche kleinen Detail erkennen Sie, ob es Frankreich oder Deutschland ist?
Ich weiß! Ich weiß.
Ich hör das eunuchische Keckern von einem der Rößler – Rentner.
„Äh. Mongolisch mag ich nicht. Los Weib! Laß uns einen Kürbis schlachten.“

juhuu
juhuu

Ein gemeinnütziger Sozialhelfer erklärt seine Arbeit

DSC01596„Und schwupps, ist der der Strom weg. Dann haben sie Kinder. Jetzt ist ja ein milder Winter. Dann dauert das, bis die kommen. Aber sie kommen. Und dann müssen die erst mal die Hosen runterlassen. Bis ganz unten. Alles offenlegen. Die Forderungen liegen bei den meisten in irgendwelchen Schubladen. Die müssen sie mitbringen. Alle. Und dann rechnen wir. Wenn´s zuviel ist, reichen wir die weiter zur Schuldnerberatung. Mit Insolvenz und so, das ist uns zu groß.“
„Ich hasse den November.“
„Ja, da haben wir auch am meisten zu tun. Und dann wollen die noch was zu Weihnachten kaufen. Und geben uns die Schuld, wenn das nicht in den Plan passt. Und die Muslime unter unseren Klienten? Haben gar keine Weihnachten, wollen aber trotzdem schenken. Ich sag dann immer: „Ich mach ja auch nicht bei der Hatz um euren schwarzen Stein mit.“
„Keiner sagt danke.“
„Das sowieso nicht.“