Mond 02

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Hurray!

DSC00848Hurray!
Endlich.
Es ist endlich vollbracht.
Das Klangmöbel der Demütigung meiner frühen Jugend, das IBACH-Piano, hat das Haus für immer verlassen.
Drei Jahre hab ich versucht,, es an Mann oder Frau zu bringen, ohne finanzielle Forderung, nur der Abtransport war selbst zu organisieren.
Doch der Fluch der Pelztiertöterin, meiner unqualifizierten, prügelnden Klavierlehrerin, war schwer und dunkel und konnte erst durch das spontane, fröhlich unbelastete Spiel des Patenkinds der Liebsten gebrochen werden.
Wenn es ihr nur halb so viel Freude bringt, wie es mir Leid gebracht hat, werden ihre Triller, Läufe, Fugen und Präludien überschäumen vor Glück.
Kapitel abgeschlossen. Schlüssel weggeworfen.
Platz für Neues.

Wunderbaum

DSC01384Ich rieche wie ein Wunderbaum.
Eigentlich meine Kopfbedeckung, weil die zu nahe neben den parfümierten Einlegesohlen für meine neuen Sandalen gelegen hat.
Die ersten Einlagen waren flauschig, mit Aloe-Vera und halfen gut gegen die Blasen. Die jetzigen sind hart und riechen nach Wunderbaum.
Olfaktorisch verwirrte AutofahrerInnen flirten vermehrt mit mir, weil ich ihren Stallgeruch trage.
Ich bin nicht sicher, ob mir das behagt.
„Nein. Es ist ja nicht mehr unser“, sagt die alte Dame auf meine Frage, ob sie kürzlich in Danzig gewesen sei.
„46 sind wir aus Danzig vertrieben worden. Mein Bruder war bei der SS und hat seinen Söhnen Schläge angedroht, falls sie in die HJ gehen sollten. Den hat die SS auch später erschossen. Der andere Bruder war Koch beim Führer in Obersalzberg. Ihre Mutter hab ich bei Stöß Fritz kennengelernt.“
Die Rößler-Rentner ärgern sich, dass das BVG das Betreuungsgeld gekippt hat. Sie sehen die Weibchen gerne an Herd und Staubsauger, möglichst noch rechts und links ein Kind auf dem Arm.
KiTa ist wie Kommunismus.
„Die wollen da nicht hin. Die wollen bei der Mama bleiben.“
„Warum kriegen die denn Kinder, wenn sie sie doch abgeben.“
Sie halten das Gesellschaftsbild von Dr.Gusti Gebhard (1962 ) in Ehren.
Schlaganfall und Spaß dabei, denke ich bei dem alten, völlig aphasichen Mann, dessen linker Arm eng am Körper anliegt, die Hand zur gekrampften Fastfaust zusammengeballt.
Bassig lacht und gluckert er, grüßt jeden mit einem wohlwollenden Geräusch und kollert gurgelnd, wenn die Verkäuferinnen seine bescheidenen Wünsch erahnen.
Ob er vor dem Anfall auch so eine Frohnatur war?
Er ist mir um so vieles angenehmer als dies vertrockneten Kohlrabie aus der Rößlerecke.
Außerdem rieche ich wie ein Wunderbaum.

Mag ich

könig

Träume, die mich bis weit in den Tag verfolgen, sind mir die Liebsten.
An einige kann ich mich sehr detailreich erinnern. Von anderen bleibt manchmal nur ein starkes Gefühl zurück.
So einen träumte ich heute nacht.
Wir, und ich kann nicht genau sagen, wer, ich glaube, der @jawl war dabei und Thoma Grey, der, wie immer, durch ein Fenster einstieg und, auch wie immer, erst seinen schmunzelnden, britischen Kopf zeigte, dann den Rest.
Wir also und noch ein paar andere, wir waren im Kino.
Nicht ein Bild ist von dem Film zurückgeblieben. Nur ein Gefühl großer Ergriffenheit, Energie, dem Wunsch, sofort etwas Gesellschaftliches bewegen zu wollen.
Dann saßen wir alle an einem großen, schwarzen Tisch in einem Raum mit schwarzgestrichenen Fensterscheiben.
Es wirkte so subversiv wie der Nebenraum eines Schmuddelladens auf irgendeinem Kiez und wir beschlossen, für alle Hungrigen auf der Welt einen großen Topf Gemüsesuppe zu kochen.
Das taten wir dann auch. Dann gingen wir mit dem Topf nach draußen, oder so ähnlich. Ab da wird es undeutlich. Eigentlich kann ich mich eher gar nicht mehr erinnern.
Aber dieses Gefühl von Aufbruch, frischem Fast-Sozialismus und Fürsorge hielt bis zum Nachmittag.
Das mag ich.

Beule

DSC01374Der linke Vorderreifen hat eine Beule. Die droht zu platzen.
Wie damals in der Pubertät meine Pickel.
In der Blütezeit der Eiterhuppel befand sich mein Selbstbewußtsein auf Bodenniveau.
Der aktuelle Stand ist nicht viel anders.
Ein paar Mal im Jahr kommt Murphy persönlich vorbei und haut mir sein Gesetzt um die Ohren.
Dann funktioniert nichts, wie es sollte. Routinen zerbröseln, die Unentschlossenheit marschiert.
Sie kennen das. Innen-Außen-Tralala.
Hilft ja nix.
Notreifen aufziehen und mit einem Viertel Impuls vorwärtsschleichen.

By, by Gouvernante fb

FreundInnen der Nacht und des geschriebenen Geschwurbels.

Heute hat mich die Gouvernante fb aus dem großen Sandkasten geschmissen. Ich darf nicht mehr mitspielen, weil ich ihr nicht sagen will, wie ich wirklich heiße.

Also werd ich ab heute meine Förmchen woanders füllen. Ihr werdet also auf weitere Beiträge von Fidibus, äh Fidelius Narr in Eurer Timeline verzichten müssen.

Natürlich werde ich weiterschreiben, aber wenn Ihr es lesen wollt, müsst Ihr schon in mein Blog reinschauen. Ich fänd es klasse, wenn Ihr die Sachen dann auch teilen würdet, damit andere Leute daran teilhaben können.

Wer mich erreichen will, kann mir mailen, über Google+ gehts auch,(mag ich aber nicht so), Skype, Twitter, es gibt so viele Möglichkeiten.

Fühlt Euch geherzt und gedrückt vom stadtnarren,

Byby.