Generation Weichspüler

DSC00284Fieser Nieselschnee verdichtet die Stimmung zu einem dunklen Klumpen Erdpech.
Die wetternasse Kleidung der frierenden Bevölkerung verbreitet einen konzentrierten Weichspülergeruch.
Manchmal hab ich die Vermutung, Menschen tränken Lenor vor der Waschmaschine.
Nicht Generation Weichei. Generation Weichspüler.
Völlig scham – und zweifelsfrei verbreiten sie ihren riechenden Chemiedrink und fragen sich, warum ihre angefixten Kinder Spice rauchen. Hauptsache Chemie.
Papa ruft derweil in der Autowerbung: „Nach rechts! Nach rechts! Gut gemacht, Großer“. Und ich Dummerchen wundere mich, wieso rechts draußen immer salonfähiger wird.
Andere kommen mit sieben kleinen Plastiktüten, eine für zwei Äpfel, eine für fünf Tomaten, eine für drei Bananen, eine für eine Kohlrabi, eine für einen Brokkoli, eine für zwei Zwiebeln, eine für eine Paprika, packen alles in zwei große Plastiktüten, beklagen sich dann über die Verschmutzung der Meere und seufzen: „Aber so ist das. Da kann man nichts machen.“
Zu schweigen im Gedröhn der plappernden Mehrheit bedeutet nicht, aufzugeben.
Aber es bedeutet auch nicht, jeden Scheiß mitzumachen.

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