Schluss mit peng

P1010007Die letzte Drehung unter der Bettdecke.
Wachwerden.
Augen auf, Schmerz dahinter. Augen zu, Schmerz bleibt.
Die Zunge tastet im Mund herum. Auch da Schmerz.
Kleine Hautfetzen baumeln vom Gaumen herab und erzählen von dem heißen, gestrigen Pizzabelag.
Idealerweise könnten sich die verschiedenen Schmerzen gegenseitig aufheben, aber den Gefallen tun einem diese egoistischen Gefühle nicht. Sie alliieren und verteidigen sowohl Mundhöhle als auch Hinterkopf mit der Vehemenz von Glaubenskriegern.
Sind Masochisten in einer solchen Situation eigentlich glücklich? Schmerzen ohne äußeres Dazutun.
Killing me softly with this pain.
Kalt in Hitze, heiß in Kälte, der Körper spielt Schüttel-Dich.
Die Nase denkt sich: „Oh. Super. Schließ ich mich der Allianz an. Luft wird überbewertet. Schwell ich doch mal zu.“
Der Magen denkt sich nur: „Ohrch.“
Ich seh das Grün der Spinatpizza von gestern abend auf weißem Porzellan und denke: „Gaumen umsonst verbrannt.“
Schließlich wünsche ich, und das ist meine politische Handlung an diesem Freitag, allen kriegsführenden Menschen die gleichen Symptome.
Dann wär für heute Schluss mit peng.

narr

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