RealitätsstanzerInnen

„Seid doch bitte etwas einsichtig, ihr RealitätsstanzerInnen und vertraut Euren Quantenphilosophen und Physikern“, lachten die Elfen.

„Es macht keinen Sinn, die Welt in rechte Winkel einzuteilen. So, wie es keinen Sinn macht, dem kleinen Diktator Verstand die Zügel zu überlassen. Ihr habt das Alles einmal gewußt und Euch so angestrengt, es wieder zu vergessen.“

Ihr Lachen schwebte über dem Alltagslärm wie Staubteilchen im Sonnenlicht.
Ein kleiner Troll drängte sich durch ihre Reihen nach vorne.

„Warum wohl,“ schnaubte er, „geht Ihr so gerne ins Lichtspielhaus und schaut Euch Wunder auf der Leinwand an?“

Er kratzte seinen haarigen Bauch.

„Es ist der angestrengte Versuch Eures Inneren, Euch darauf hinzuweisen, dass Ihr selbst diese Wunder erleben oder sogar sein könntet, würdet Ihr nicht so besessen Eure Fähigkeiten verleugnen.“

Die Elfen nickten zustimmend. Dann sangen sie und der Troll zusammen.

„RealitätsstanzerInnen sind die Geißeln Eures Seins.
Sie werden alt geboren und ihr erstes Wort ist „meins“.
Den Regeln sind Sie hörig, den Maßeinheiten treu.
Bei Alltagsphantasien da werden sie so scheu –
ßlich. Scheußlich. Scheußlich. Scheußlich. “

Ein Windstoß ließ den Chor durcheinanderwirbeln, das Lachen wurde von dem aufkommenden Nebel des dritten Advents verschluckt und der Alltagslärm gewann wieder die Oberhand.

narr

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