Keule

Ist es das Gruselkabinett der Absonderlichkeiten oder einfach nur eine Menschenschlange vor einer Brötchentheke.
Der Horror liegt immer im Auge des Betrachters.
Ecce homo.

“Ein Krautsalatbrötchen bitte.”

So leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage, singt ein Pensionär.
So recht. Unsere moralische Evolution ist in der Steinzeit steckengeblieben. Nullstein und Einstein beherrschen heute unser Sein. Wir keulen mit spam.

Es ist so frustierend. In einer Sekunde erscheint die Weltformel in all ihrer Klarheit und Einfachheit, in der nächsten Sekunde plumpst Sumpf auf die Erkenntnis, und alles ist verschütt.
Pendeln zwischen den Modi Idiot und Savant.

“Denk an dich,” säuseln TherapeutInnen.

“Vertraue mir,” singt Ka.

“Ich habe 2360 Freunde bei fb. Da müsste ich doch glücklich sein und nicht einsam. Wir definieren uns doch in der Interaktion mit Anderen. Alleine sind wir, bin ich nichts.
Alleine halte ich es nicht aus mit mir.
In Menschenmassen bin ich wie ein Fisch im Wasser.
Und wenn die Masse panisch wird, bin ich tot. Auch, wenn ich weiterleben sollte. Dann hab ich keinen Ort mehr, der mir Sicherheit verspricht.”

In Straßencafes wird einem das ganze Elend der Welt offenbart.

narr

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