für eine Welt ohne Drachen

“Ich hab hoffentlich meinen letzten Drachen erschlagen,”
sprach ich Monsignore Panninsky an, nachdem das Zwicken in seine Kniekehle mit gleichzeitigem Bellen nicht den erwünschten Erfolg gebracht hatte. Hust, hust.

Es gab mehrere Drachen im narrenleben.
Der Drache AOK, respektive Krankenkassen generell, da auch die KSK durchaus etwas Lindwurmartiges hat.
Der Drache Finanzamt, dem ich jetzt durch Geringverdienen aus dem Weg gehe. (ja, das gilt nicht als erschlagen, aber es hilft mir) Die Aufenthalte in der Gerichtsvollzieherhöhle zerfetzen jeden Held und jede Heldin.
Zuletzt der Drache Mobilcom, dessen Kündigung aus Mangel an seelischen Ressourcen zweieinhalb Jahre verschoben wurde.
Es ist der Oberdrache Angst, der, nachdem man ihn erschlagen, die Größe eines Mehlwurmes hat.
Bevor man ihn erschlägt, quillt sein Rauch aus jeder Ritze des eigenen Seins.
Einer Angststörung liegt keine poetische Schönheit inne, sie nervt. Die ungewollten, körperlichen Reaktionen nerven noch mehr.

Der narr ist für eine Welt ohne Drachen.

narr

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