Regen

Es ist so schön, durch diesen Klimakatastrophensturzbachregen zu laufen.

Weather-Report spielt Black Market in den Ohrhörern, der Gang beschwingt.

Plitsch-Platsch.

Da fällt es nicht auf, wenn dicke Tränen, entsprungen, weil die Musik so klasse, so gewaltig das Innerste zum Klingen bringt, das Gesicht herunterlaufen.

Was für ein morbider Spass, in Filiale 43 zu sitzen, Borchert zu lesen mit dem Gefühl, die Welt ersaufe im hausgemachten Regen. Niemand muß mehr in die Elbe springen. Die Elbe kommt zu uns. Persönlich.

Ein Physiker beschießt die Wolken mit einem Laser, um so Regen zu provozieren, produzieren. Er ist sich selbst nicht sicher, ob es sich rechnet. Der Energieaufwand des Lasers gegen die Ertragsmenge an Regen. Das sind so Fragen, die Physiker bewegen.

Eigentlich absurd, da nach eigener Aussage über wolkenlosen Gebieten der Laser generell keine Ergebnisse bringt. Wolken müssen da sein. Aber da, wo Wolken sind, regnet es auch häufig bis meistens. Hm.

Junge Kerle schreiten gockelgleich und eine Hand im Schritt durch die Stadt, betreten forsch Filiale 43 und wollen ein Puddingplätzchen. I

hr Playboyparfum ätzt kleine Krater in die Oberfläche ihrer Gesichtshaut. Ist jetzt die Merkelwelle trendy? Laßt uns aussehen wie das Aussenminister?
Heute ist Schulanfang. Aber nicht mehr für den narren. Sein letzter Bericht für das Jugendamt über die Bildungsanstalt, die der narr vor den Ferien vier Monate besucht hatte, war doch eher negativ, weswegen er dort nicht mehr gelitten ist.

Für den narren stellt sich generell die Frage, was tun in nächster Zeit.

Vier Jugendstücke warten auf Veröffentlichung, dem Roman “Die Verfügung” fehlen noch zwei Kapitel, sein eigenes Programm ist schriftlich fertig, das Einstudieren fehlt und die Bewerbungen.

Die vielen Bilder und Zeichnungen sind ganz interessant, aber kaufen würde der narr sie auch nicht wollen. Die Hauptschulnarren haben noch einen Auftritt, eventuell, auf Einladung des Kulturbüros, aber für die weitere Arbeit an der Schule ist der Antrag abgelehnt, was dem narren entgegenkommt, weil er das Programm Kultur und Schule in dieser Form doch eher fragwürdig findet, und die Schule eh bald geschlossen wird.

Und wenn es ein Nachtjob an einer Tankstelle ist, der narr muß schockern.

 

narr

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