Ach ja

Wie ein schwangeres Sandmännchen tippelt der blonde Lockenkopf hinter ihrem Mann her.

In roter Jacke, mit modischer Wollmütze trippelt sie immer einen Meter hinter ihm. Mit einem Gesicht, das vor tumber Glückseligkeit schwitzt. Was etwas überrascht, denn schaut man in sein Gesicht, bemerkt man eher mürrische Genervtheit.

“Komm mir nicht so nahe, bleib weg von mir.”

Ein anderer Mann kichert nach jedem dritten Wort wie eine aufgeregte Geisha – ich bin immer so, ist doch besser als grummelig zu sein – während seine, sexy gekleidete Begleiterin, von ihm abgewandt, die Augen verdreht. Er sagt keck “tütüt”, während er sich durch eine Ansammlung von Menschen schiebt. Beide zusammen verströmen sie einen Geruch wie eine schwelende Fililale von Douglas.

“Chefsessel,” fragt eine andere Frau ihren Begleiter? Sie trägt eine indische Umhängetasche mit Spiegeln und Elefanten, eine peruanische Wollmütze, während ihr Begleiter sich eher wie ein Model der letzten Outdoorkollektion im Chefsessel präsentiert. Während er isst, fallen ihm Salatbröcken aus dem Mund, und ein Klecks Remoulade verteilt sich auf dem schwarzen Leder.

Mariola schiesst durch des narren Hirn. Wieso muss er ausgerechnet jetzt an Mariola denken. Mariola besuchte den narren überraschend in Hambug, damals, als .Vögel und Schweine noch keine Grippe hatten.

Ihr Mann war dabei und ihr drei Jahre altes Kind. Mitten in der Nacht pinkelt es in seinen Pinkelpot, der zehn Zentimeter neben dem rechten Ohr des narren stand.

 

narr

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